head MEK Karlsruhe

Bau der MEK-Club-Anlage

Nach mehreren Planungsrunden unter enger Beteiligung aller interessierten Mitglieder konnte auf der Mitgliederversammlung 2015 ein beschlussreifer Entwurf der neuen MEK-Modellbahnanlage gezeigt werden, der auch in dieser Form angenommen wurde. Somit stand dann in April 2015 fest, was gebaut werden soll.

Start mit Hindernissen

Da im Jahr 2015 zunächst noch die Albtalbahn-Modulanlage im großen Clubraum saniert werden musste, konnte der Aufbau der neuen Clubanlage erst 2016 starten. Um möglichst rasch mit dem Aufbau voran zu kommen, war zunächst die Idee, direkt die Spanten mit der Kontur aus dem Anlagenentwurf herstellen zu lassen. Mit der Firma Holz-Hirsch in Rheinstetten war auch ein Partner gefunden, der diese rechnergesteuert fräsen lassen kann, bei überschaubaren Kosten. Allerdings zeigte sich, dass die vom Modellbahnplanungsprogramm gelieferten Daten dafür nicht brauchbar waren. Das Aufbereiten der Daten wäre einer Neukonstruktion der Spanten gleich gekommen. Folglich entschlossen wir uns, alle Spanten rechteckig zuschneiden zu lassen und die Geländekontur später per Stichsäge zu formen.

Holzarbeiten

Ende Mai 2017 war es dann soweit: Das Holz für die ersten fünf Segmente – den Bahnhof – war auf der Computergesteuerten Säge der Firma Holz-Hirsch aus 15-mm-Buche-Multiplexplatten (12 mm für die Trassenplatten) millimetergenau zugesägt worden und konnte abgeholt werden. Alle Teile waren auch perfekt beschriftet, so dass die ersten Segmente zügig zusammen geschraubt werden konnten.


Wegen der KAMUNA-Ausstellung wurden dann diese Teile noch mal ins Nebenzimmer „verbannt”. Danach ging dann der Aufbau zügig weiter bis schließlich Mitte September 2017 das Grundgerüst aller fünf Segmente fertig war.


Nach dem ersten Zuschneiden der Spanten konnten dann die Trassenbretter aufgebracht werden. Unter den Gleisen liegt eine Schicht mit 3-mm-Kork. Schließlich konnte bis zur Adventsausstellung Anfang Dezember 2017 die erste Weichenstraße ausgelegt werden.



Die Anlagensteuerung

Eine Modellbahnanlage nach aktuellem Stand der Technik braucht eine zuverlässige Steuerung, die am einfachsten und auch recht preiswert mit gängigen Digitalkomponenten zu realisieren ist. Da der MEK noch überwiegend analoge Triebfahrzeuge besitzt, und auch Mitglieder ihre Fahrzeuge auf der neuen Anlage fahren lassen möchten, war eine Lösung gefragt, die einen wahlweisen Betrieb von analogen und digitalen Fahrzeugen ermöglicht. Nach dem Studium diverse systeme fiel dann die Wahl auf das holländische DINAMO-System zur Fahrstromerzeugung. Hier ist ein Mischbetrieb von analogen und digitalen Fahrzeugen möglich, gesteuert von gängiger Steuerungssoftware (I-Train, Rocrail, Traincontroller). Die Weichen und Signale werden mit gängigen DCC-Komponenten geschaltet (Roco-Z21 als Zentrale). Ein Rechner für die Steuerung wurde ebenfalls beschafft. Zunächst von Dietrich Meißner in Heimarbeit mit der passenden Software bestückt und an die Systeme DINAMO und Z21 angeschlossen, hat er nun in den MEK-Räumen seine Heimat gefunden.

Kehrschleifen für Probefahrten

Mit unseren am Ende offenen Segmenten lassen sich die Weichenstraßen naturgemäß nur unvollständig befahren. Daher kam die Idee auf, die vorhandenen Bahnhofssegmente durch provisorische Kehrschleifen auf beiden Seiten zu ergänzen, damit der Bahnhof auch im richtigen Fahrbetrieb getestet werden kann. Nach kurzer Planungsphase wurden zwei Multiplexplatten und einige Holzrahmenzuschnitte bei unserem erprobten Holzlieferanten, der Firma Holz-Hirsch in Rheinstetten, bestellt, geliefert und zusammen gebaut.



Diese Platten wurden nun an die bestehenden Segmente angeflanscht und darauf je zwei Kehrschleifen für Haupt- und Nebenstrecke verlegt. Damit war es möglich, bereits zum Stadtfest am 8. Oktober 2017 einen simplen Fahrbetrieb mit zwei Zügen zu präsentieren. Da die Kehrschleifen insbesondere auf der Hauptstrecke für einige kritische Fahrzeuge zu eng waren, wurde hier der Radius etwas vergrößert. Zum Tag der Modelleisenbahn am 2. Dezember 2017 wurde dann die Nebenstrecke mit Analog-Fahrzeugen betrieben, während die Lokführer ihre Züge auf der Hauptstrecke digital von Hand steuern konnten.

Weichenantriebe

Unsere Weichen werden durch Servos angetrieben. Diese sind heute konkurrenzlos günstig im Preis und erlauben einen schön langsamen Stellvorgang wie im Original. Im Zusammenspiel mit der Modellbahnsteuerung lassen sich die Anschläge und die Stellgeschwindigkeit ganz einfach einstellen. Zur Befestigung der Servos unter der Weiche haben wir einen einfachen und leicht zu verbauenden Halter ausgetüftelt, der dann von Manfred Beyer in Kleinserie gebaut wurde. Diese sind inzwischen unter der Anlage verbaut und warten darauf, an ihre Decoder angeschlossen zu werden.


(D. Meißner)



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